Cho Oyu 8201m

Zur SummitClimb Cho Oyu Expedition

Allgemeine Informationen zum Cho Oyu:

Der Cho Oyu (8201m) liegt am Himalaya Hauptkamm auf der Grenze von Tibet zu Nepal. Er ist nach dem Mount Everest der meist bestiegene Achttausender. Mit seiner Normalroute zählt er zu den „leichteren" Achttausendern mit geringen objektiven Gefahren. Der Gipfel ist mit Höhen zwischen 8188m und 8201m vermessen. Damit ist der Cho Oyu der sechsthöchste Berg der Welt.

Entdeckung & Erstbesteigung

Im Jahr 1952 erkundete Edmund Hillary die Nordwestzugänge des Cho Oyu. Am 19. Oktober 1954 gelang einer österreichischen Expedition unter Führung von Herbert Tichy – mit dem Tiroler Sepp Jöchler und dem Sherpa Pasang Dawa Lama – die Erstbesteigung des Berges ohne zusätzlichen Sauerstoff.

Weitere Routen & Begehungen

1958 gelang einer indischen Expedition die zweite Besteigung. Der Sherpa Pasang Dawa Lama bezwang den Gipfel damit zum zweiten Mal. Im gleichen Jahr gab es auch den ersten Todesfall am Cho Oyu. Die dritte Besteigung durch eine deutsche Expedition 1964 ist bis heute umstritten, da es keine Beweise für das Erreichen des Gipfels gibt. 1978 durchstiegen die österreichischen Alpinisten Edi Koblmüller und Alois Furtner die extrem schwierige und gefährliche Südostwand zum Gipfel. 1983 gelang dem Südtiroler Reinhold Messner die vierte nachgewiesene Besteigung. Bis zu diesem Zeitpunkt waren acht Menschen, darunter 1982 der bekannte deutsche Bergsteiger Reinhard Karl, bei missglückten Besteigungen des Cho Oyu gestorben. 1985 schafften Maciej Berbeka und Maciej Pawlikowski aus einer polnischen Expedition unter der Führung von Andrzej Zawada die erste Winterbesteigung über den Südpfeiler, welcher bis heute als schwierigste Route gilt. 2009 kletterten Denis Urubko und Boris Dedeshko links des Südpfeiler eine äußerst schwierige Neutour im Alpinstil.

Besteigungsstatistik

Der Cho Oyu ist nach dem Mount Everest mit bisher 2783 Gipfelerfolgen der meist bestiegene Achttausender. Er zählt auf seiner Normalroute zu den „leichteren“ Achttausendern mit geringen objektiven Schwierigkeiten. Daher ist er oft Ziel kommerzieller Expeditionen und weist mit einem Verhältnis von einem Todesfall auf 65 Gipfelerfolge das geringste Risiko aller Achttausender auf. 
Unseren Gästen mit dem Ziel einer Everest Besteigung, empfehlen wir (falls bisher keine Erfahrungen in extremen Höhen gemacht wurden) zuvor an einer Expedition zum Cho Oyu teilzunehmen. Ein Gang auf den Cho Oyu bietet allen Beteiligten neben der einmaligen Besteigung eines 8000ers, die Möglichkeit zur Einschätzung der individuellen Anpassungsfähigkeit an große Höhen und den Sauerstoffmangel.

Basislager

Das 1.Basislager (Fahrerlager) kann bequem mit einem 4x4-Fahrzeug erreicht werden. Wir fliegen nach Katmandu, der traumhaften Hauptstadt Nepals mit seinen Tempeln, Klöstern und lebhaften Strassen. Nach ein paar Tagen brechen wir früh morgens auf: Per Bus in 6-stündiger Fahrt nach Kodari (1663 m) und dann steil hinauf nach Zhangmu (2350 m), dem tibetischen Grenzort. Von dort fahren wir mit Jeeps weiter bis Nylam (3750 m), wo die nächsten zwei Nächte zur besseren Akklimatisation verbracht werden. Hier unternehmen wir zum Akklimatisieren eine Wanderung in eine Höhe von bis zu 5000 Metern. Über den 5050m hohen Lalung Leh Pass erreichen wir Tingri (4340 m) und von dort das Chinese Basecamp /Fahrerlager (4900 m) am Ende des Gyabrag-Gletschers. Bei entsprechender Schneelage wird von hier in zwei Tagen das eigentliche Basislager, das Tichy-Lager, auf einer Höhe von 5680 m mit Hilfe von Yaks erreicht.

Normalroute

Der Aufstieg folgt im Wesentlichen der Route der österreichischen Erstbegeher.
Zunächst steigen wir über den Gyabrag-Gletscher, dann über einen recht unangenehmen Geröllhang, auch spaßhaft "Killerhang" genannt, zu Lager 1 auf ca. 6300m auf. Zu Lager 2 folgen wir einem Firngrat mit einigen Steilstücken zu einem anschließenden 80m-Steilaufschwung. Es folgt ein flaches Plateau auf ca. 6600 m, in dessen Anschluss eine 30-40° steile Flanke ansetzt. Das 2. Hochlager entsteht auf einer kleinen Gletscherplattform auf 6950m Höhe. Zu Lager 3 werden wir unter den Nordabstürzen aufsteigend eine große Firnflanke queren, bis auf einem weiteren Plateau schon mit Aussicht auf den Schlussanstieg das letzte Lager und damit der Ausgangspunkt für den Gipfel errichtet werden kann (7350m). Zum Gipfel fehlen jetzt noch 850 Höhenmeter. Zunächst muss das "Gelbe Band" überklettert werden, ein Firnhang folgt noch, bevor es über kurze Felsstufen, leichtes kombiniertes Gelände und ein anschließendes Plateau endgültig zum Gipfel geht.

Alle Informationen zum Ablauf der Expedition, Terminen, Kosten und zur Expeditionsteilnahme befinden sich unter: Expeditionen > Cho Oyu.