Everest - Tibet

Termine & Kosten: SummitClimb Everest Expedition von Tibet

Die Mount Everest Nordwand thront über der Tibetischen Hochebene. Der nordseitige Normalweg ist unter Bergsteigern eine beliebte Alternative zum klassischen Anstieg über die Südroute. Auf Tibetisch heißt der höchste Berg der Welt Qomolangma (eng. „Chomolungma").

Nordseite: Die Route

Der Nordost Grat hat sich in Tibet wegen seiner geringen technischen Schwierigkeiten als Normalweg etabliert. Dieser Nordanstieg wird hier beschrieben und ist Ziel unserer SummitClimb Expedition.

Der Nordsattel, das 1.Lager auf 7050m

Auf 6500m Höhe führt ein breiter, aber spaltenarmer Gletscher zu einer 300m hohen Eis- und Schneeflanke mit östlicher Ausrichtung. Diese führt im Schnitt 45 Grad steil mit kleinen Steilaufschwüngen auf den Nordsattel, welcher sich zwischen den 7550m hohen Changtse und den 8000m hohen Pinicales des Everest aufspannt. Hier werden wir das erste Hochlager errichten. 3-6 Stunden

Nordgrat, das 2.Lager auf  7500- 7600m

Der Nordgrat, ein bis zu 40 Grat steiler Schnee und Firnrücken prägt den nächsten Abschnitt der Route bis auf 7500m. Dort bauen wir möglichst windgeschützt im felsdurchsetzten Gelände unsere Zelte auf. Lager 2 ist dem Sturm dennoch sehr exponiert. 4-7 Stunden

Zu Lager 3 in der Nordwand auf 8300m

Bis auf 7900m zieht sich der nun felsige Nordgrat auf ein kleines Plateau (alternatives Lager, insbesondere für Begehungen ohne künstlichen Sauerstoff). Von dort führen Schneefelder erst aufwärts dann nach rechts in die Nordwand. Mitten in der Nordflanke auf einem kleinen Schneefeld auf knapp 8300m Höhe liegt das 3.Lager. 4-8 Stunden.

Aufstieg zum Gipfel des Everest

Der Aufstieg bis zum 3.Lager ist technisch relativ unproblematisch, und nur stellenweise durch Blockkletterei und 45 Grad steiles Gelände unterbrochen. Oberhalb von Lager 3 ist die schwierigste Etappe zu bewältigen. Kurz nach Mitternacht empfiehlt sich der Aufbruch. Nach kurzem Aufstieg erreicht man das Gelbe Band, wo einige Passagen mit Blockgelände (UIAA1/2) zu überwinden sind. Anschließend erreicht man über 40 Grad steiles, kombiniertes Gelände den Nordostgrat auf ca.8500m. Diesem entlang folgt man Richtung Gipfel. Dabei muss man die 15m hohe 1.Stufe (UIAA2/3) überklettern, anschließend zur 2.Stufe (ca.8650m) über heikle und ausgesetzte Bänder queren und diese mittels kurzer Felsstelle (UIAA3) bzw. Leiter überwinden. Flaches Gelände führt zur 3.Stufe, die nicht schwierig (UIAA1/2) auf ein 45 Grad steiles Schneefeld führt. Dieses rechts raus queren und über brüchigen Fels auf den Gipfelaufbau, entlang eines
Schneerückens zum höchsten Punkt. 6-12 Stunden für den Aufstieg.

Der Abstieg

Nochmals volle Konzentration, kontrolliert und sicher muss der Abstieg über die Steilstufen mit Abseilen erfolgen. Etwa
die Hälfte der jeweiligen Aufstiegszeit ist für den Rückweg zum Basislager zu veranschlagen.

Allgemeine Informationen zum Everest – Tibet

Entdeckung und Erstbegehung

Die ersten Besteigungsversuche erfolgten 1921, 1922 und 1924 durch Britsche Expeditionen der Royal Geographical Society, bei denen auch der Höhenrekord von 8500m erreicht wurde. George Mallory war Teilnehmer aller Expeditionen und verschwand mit Andrew Irvine im Gipfelbereich. Ein Mysterium bleibt, ob sie den Gipfel erreichen konnten.

Weitere Begehungen und Routen

Die 1960er Besteigung der Nordseite durch eine Chinesische Expedition bleibt angezweifelt. 1963 stiegen die Amerikaner Tom Hornbein und Willi Unsoeld vom Tal des Schweigens (Nepal) über den Westgrat, dann ausweichend über die seit dann „Hornbein-Couloir“ genannte Schlucht in der Nordwand auf den Mount Everest, um mit dem Abstieg über die Südroute die erste erfolgreiche Überschreitung zu vollbringen. Im Monsun 1980 gelang Reinhold Messner über das „Norton Couloir“ die Solo-Begehung ohne künstlichen Sauerstoff. 1979 glückte Andrej Stremfelj und Jernej Zaplotnik die Erstbegehung des direkten Westgrats. 2004 konnte eine Russische Expedition eine direkte Linie durch die Nordwand begehen.

Links zu Everest Expeditionen:

Everest Expeditionen - Übersicht

Konditionen: Termine & Kosten der Expedition Tibet

Alternative: Die Everest Expedition von Nepal

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Detailprogramm (pdf) Mount Everest Expedition Nord