Kilimandscharo (5895m)
Auf den höchsten Berg Afrikas führen diverse landschaftlich sehr abwechslungsreiche und technisch relativ einfache Anstiege. Bei Berücksichtigung einiger Grundregeln der Akklimatisation sind die Erfolgsaussichten sehr hoch. Schöne Routen abseits der Massen, interessante Kombinationen mit Safaris oder weiteren Bergtouren in Ost-Afrika sowie anschliessender Urlaub auf Sansibar machen die SummitClimb Reisen zum Kilimanjaro zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Bild: Der Kilimandscharo, der höchste Berg Afrikas, zeigt sich zwischen Giant Heather (Umbwe Route) sowie von Ernest Hemingway treffend beschrieben: "... so weit wie die ganze Welt, groß, hoch und unvorstellbar weiß in der Sonne".
Allgemeine Informationen
Der Kilimandscharo (Kibo, Kili, Kilimanjaro) besteht aus drei erloschenen Vulkanen, deren höchster der Kibo ist. Der auf 5.895 m liegende Gipfel des Kibo wird Uhuru Peak genannt (früher Kaiser Wilhelm Spitze, zu Zeiten Deutschostafrikas). Das Gipfelplateau beinhaltet den 1,9 mal 2,4 Kilometer großen Kibo-Krater. In diesem liegt der Reusch-Krater (circa 800 Meter Durchmesser; 200 Meter tief), an dessen Kraterrand wiederum befindet sich ein kleiner Krater, der Inner Cone (auf ca. 5.835 m).
Der Kilimandscharo-Nationalpark, der 1973 gegründet und 1977 eröffnet wurde, umfasst das Kilimandscharo-Massiv, zu dem unter anderem dessen Regenwälder und die Berge Kibo, Mawenzi und Shira gehören. Rund 340 km südlich des Äquators befindet sich der Kilimandscharo im Nordosten von Tansania, etwa 500 km nordwestlich der Hauptstadt Dar Es Salam und nahe der kenianischen Grenze. Kenias Hauptstadt Nairobi liegt 200 km nordwestlich. Als Ausgangsort für eine Besteigung kann Marangu, Moshi, Arusha oder Rongai benutzt werden.
Das Massiv liegt überwiegend (mit allen Gipfeln) in Tansania. Der ursprünglich in Kenia liegende Kilimandscharo war ein Geburtstagsgeschenk der Queen (Kenia, früher Groß Britannien) an den Kaiser (Tanganjika, früher Deutsch-Ostafrika). Die Erstbesteigung gelang dem Leipziger Bergsteiger, Geograph und Forscher Hans Meyer zusammen mit dem österreichischen Alpinisten Ludwig Purtscheller und als Bergführer Yohani Kinyala Lauwo, am 6. Oktober 1889
Klima und Saison am Kilimandscharo
Zum Bergsteigen und Trekking am Kilimandscharo gibt es zwei Saisons, die jeweiligen Trockenzeiten: Von Anfang Januar bis Mitte März, und von Anfang Juli bis Mitte September. Die kurze Regenzeit fängt im Oktober an und endet im Dezember, während die lange Regenzeit von Mitte März bis Ende Juni reicht. Die Temperaturen sind im Februar am wärmsten, während es im August und September deutlich kälter werden kann (knapp 10°C Temperaturdifferenz).
Die Temperatur im Gipfelbereich kann bis auf -20°C fallen. Tagsüber ist es meist wärmer, aber doch unter dem Gefrierpunkt. Der Wind und die Höhe können zu einer subjektiv tiefer empfundenen Temperatur führen. Der Temperaturgradient im Aufstieg zum Kilimandscharo ist groß, sodass am Fuss noch sommerliche +30°C herrschen können. Im Aufstieg werden die Nächte ab 4000m Höhe mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt relativ kalt. Die Gipfeletappe mit den ausgesetzten Schotterhängen ist nachts kühl, aber tagsüber aufgrund der Sonne fast unerträglich warm.

Blendend weiß erstrahlt der Schnee über der weite Afrikas: Teilnehmer im Aufstieg auf 5850m Höhe, kurz unterhalb des Kibo Gipfels, befinden sich bei uns in bester Begleitung. Auch bei Schnee und Eis sicher unterwegs.
Die Kilimandscharo Besteigung
Über den weiten Savannen Tansanias erhebt sich majestätisch das «Dach Afrikas» - ein heute erloschener Vulkan. In den unteren Regionen ist er bedeckt von einem üppigem Regenwald: das Zuhause farbenprächtiger Vögel und unzähliger Affen. Mit zunehmender Höhe geht dieser Urwald in eine Hochmoorlandschaft mit eindrucksvollen Riesensenezien über. Darauf folgt eine wilde «Mondlandschaft», bis hinauf zum ewigen Eis. Weithin leuchtet der schneeweiße Gipfelkragen des Kilimandscharo.
Der höchste Punkt: Uhuro Peak (5985m)
Das Trekking ist von der Schwierigkeit her vergleichbar mit einer anspruchsvollen Bergwanderung in den Alpen - allerdings in größerer Höhe. Daher sollte jeder Teilnehmer über eine gute körperliche Verfassung verfügen. Mit der professionellen Organisation der Reise, dem erfahrenen Tourenleiter, unseren zuverlässigen und erprobten Trägern und schließlich auch mit unserer außergewöhnlich guten Küche unternehmen wir unsererseits alles, damit das Kilimandscharo-Trekking ein voller Erfolg wird.
Erfolg am Kilimandscharo
Die Besteigung des Uhuru Peak ist lediglich mit geringfügigen technischen Schwierigkeiten verbunden, weshalb jährlich etwa 25.000 Menschen einen Aufstieg versuchen. Infolge der Abnahme des Sauerstoffs in diesen großen Höhen, kommt es häufig zur Höhenkrankheit. Etwa die Hälfte aller Gipfelaspiranten muss aufgrund mangelnder Höhenanpassung und daraus resultierender Überbeanspruchung vor Erreichen des Gipfels umkehren. Unsere überdurchschnittlichen Erfolgsaussichten beruhen auf der jahrelangen Summit Climb Expeditionserfahrung, ausreichender Akklimatisationszeit und den gewählten Kilimandscharo Routen.
Die SummitClimb Erfolgsquote am Kilimandscharo beträgt über 98% (am Uhuru Peak). Dabei standen wir in den letzten fünf Jahren mit weit über 100 Leuten am Gipfel (nur zwei Teilnehmer konnten den Gipfel nicht erreichen). Dieser Erfolg beruht auf unserer konservativen Zeitplanung, der guten Logistik am Berg und der sehr erfahrenen Mannschaft in Tansania.
Routen auf den Kilimandscharo
Eine Vielzahl an Wegen führen zum Gipfel des Kilimandscharos. Durch die Regulierungen des Nationalparks sind nur einige davon begehbar, gewisse Kombinationen im Auf- und Abstieg vorgeschrieben, und die zu bezahlende Mindestzeit festgeschrieben.
Rongai Route - Überschreitung Nord nach Süd
Über die flachen trockenen Hänge des Kilimandscharo hinweg, reicht die Aussicht in die Weiten der kenianischen Steppe Ein Gefühl der Grösse und Erhabenheit. Durch Felder und Pinienwälder steigt man vom Parkeingang (2000m) zum ersten Lager (2900m), von wo man entweder Richtung Mawenzi (5150m) (6-7Tages Runde) oder direkt zum 3.Cave Lager (3900m) wandert. Wir wählen den landschaftlich beeindruckenden Weg vorbei an den dominierenden Felszacken des Mawenzi, dem 5149 m hoher Nachbar des Kilimandscharo. Dieser Weg dient uns auch zur Akklimatisation, so dass wir nun gute Chancen haben den Steilanstieg zum Gipfel zu meistern. Das wüstenhafte Plateau im Sattel zwischen Mawenzi und Kilimanscharo führt zum letzten Lager, von wo der 1000 Höhenmeter Anstieg zum Uhuru Peak (5895m) erfolgt. Wenn nicht explizit in der Kombination mit Mount Meru oder Mount Kenia zur Akklimatisation geplant, führen wir die Tour in 7 Tagen mit einem Ruhe/Reserve-Tag durch. Bei entsprechender Akklimatisation kann die Tour auch in 6 Tagen durchgeführt werden. Link: SummitClimb Rongai Route am Kilimandscharo
Lemosho Route
Dieser Weg zum Kilimandscharo ist eine abgelegene, unberührte und sehr schöne Route zum höchsten Punkt Afrikas. Der Wald im Bereich der Lemosho Glades beherbergt viele Wildtiere wie z.B. Elefanten und Büffel. Die Lemosho-Route ist eine der längeren Routen, bietet mit 7 bis 9 Tagen am Berg die Möglichkeit für eine gute Akklimatisation. Eine schnellere Variante mit Anstieg über die Western Breach und Überschreitung des Kilimandscharo ist nur mit Vorakklimatisation empfehlenswert. Dazu bieten wir das Mount Meru & Kili Programm.
Umbwe Route
Die Route ist eine der kürzesten, mit Anstieg über die Great Western Breach die kürzeste Route zum Gipfel. Häufig wird die Route als schwierigster Anstieg beschrieben, es handelt sich jedoch um eine gut ausgebaute Wanderstrecke und nur die Western Breach hat einige kurze Passagen im Blockgelände. So wurde die Umbwe-Route für die diversen Speed-Begehungen am Kilimandscharo genutzt (im Aufstieg Stangl 2004, Rekord 2010 Kilian Jornet 5h 23min). Der landschaftlich spektakuläre Route führt an den ersten zwei Tagen von 1800m Höhe auf 4000m durch eine Vielzahl an Vegetationszonen. Dann folgt der Aufstieg entweder der Machame Route oder der Western Breach Route zum Gipfel. Die Besteigung über die Umbwe & Western Breach Route bieten wir im Rahmen der folgenden Programme an: Kombinationen Meru & Kili sowie Mount Kenia & Kili.
Marangu - die Coca Cola Route
Die bekannteste und populärste Route auf den Kilimandscharo. Von den meisten Bergwanderern wird sie als einfachste Route zum Uhuru Peak empfunden. Über die Marangu Route kann der Gipfel des Kilimandscharo in 5 Tagen erreicht werden, was jedoch nur bei entsprechender Vor-Akklimatisation empfehlenswert ist. Wenn nicht explizit in der Kombination mit Mount Meru oder Mount Kenia zur Akklimatisation geplant, führen wir die Tour in 7 Tagen mit 2 Tagen Reserve durch. Die Marangu Route ist die einzige Route mit festen Unterkünften. Die Hütten sind mit einfachen Betten und Matratzen ausgestattet. Mineralwasser, Softdrinks, Bier und Schokolade sind in den meisten Camps erhältlich. Alle Campingplätze stehen per Funk mit der Nationalparkleitung in direktem Kontakt. Im Rahmen unseres Standardprogrammes nutzen wir den Weg nur als Abstieg für die Nord-Süd-Überschreitung des Berges.
Machame Route -populäre Zeltroute
Auch ‚Whiskey Route‘ genannt, führt der Weg durch alle Vegetationsstufen vom Urwald bis in den hochalpinen Gipfelbereich. Dabei wird auf 4000m Höhe unterhalb der eindrucksvollen Südwand und der Western Breach gequert. Das auf und ab zum letzten Lager auf 4700m Höhe ist anstrengend, hilft aber zur Akklimatisation und dient somit der erfolgreichen Besteigung. Die Übernachtungen während der Machame Route erfolgt in Zelten. Die Route ist landschaftlich schön, jedoch auch der am meisten begangene Anstieg auf den Kilimandscharo.
Die Marangu & Machame Routen eignen sich als Budgettouren für große Gruppen Über 85% der vergebenen Permits werden auf diese Routen ausgegeben, weswegen wir diese nicht in unserem Programm mit SummitClimb Expeditionsleiter anbieten und im Allgemeinen auch nicht empfehlen.
Abstiege: Die Rongai Route folgt im Abstieg der Marangu Route, die Umbwe und Lemoscho Route folgen dem Mweka Abstieg (den Abstieg der Machame Route). Vom Nationalpark werden die Abstiege vorgegeben, weswegen wir den Standardwegen folgen müssen, jedoch sind Sondergenehmigungen gegen Aufpreis möglich.
Kombinationen: Berge in Ostafrika
Wir organisieren auch Treks zum Mount Meru (4850m) und Lengai (ca. 3000m) in Tansania und zu dem zweithöchsten und dritthöchsten Berg Afrikas, respektive Mount Kenia und den Ruwenzori (Mondbergen). Kombinationen mit einer Kilimandscharo Besteigung bieten sich an.
Kilimandscharo Trekking
Weiterführende Informationen zur Kilimandscharo Besteigung, unseren Touren und unserem Team befinden sich unter:
Summit Climb Kilimandscharo Trekking
Nord-Süd-Überschreitung des Kilimandscharos
Mount Meru & Kilimandscharo Trekking
Mt.Kenia & Safari & Kilimandscharo
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