Mount Everest (8850m)

Zum Gipfel des höchsten Berges der Welt haben sich zwei Normalwege etabliert: Der Südanstieg der beiden Erstbegeher Hillary und Tenzing (1953) über Nepal, sowie der Aufstieg über den Nordgrat von Tibet aus. Trotz der gewachsenen Infrastruktur, immer besser abgesicherten Routen und der Unterstützung durch Sherpas bleibt die Besteigung ein sehr ernstes Unternehmen. Jedes Jahr bieten wir beide Expeditionen zur Besteigung des Mount Everest    ( Süd / Nord ) an.

 

Bild links: Everest vom Khumbu Tal mit der imposanten Nuptse-Lhotse Wand im Vordergrund  (Nepal 2001, Felix Berg)
Bild rechts: Everest Nordseite - gemeinsam im Basislager (Tibet 2004, Felix Berg)

Everest Expedition - von Tibet/China

Nordgrat, Tibet: Die Anfahrt bis auf 5000m Höhe erfolgt schnell. Mit zwei Basislagern auf 5000m und 6300m Höhe ist der Ausgangspunkt der Route hoch gelegen und dieser Anstieg der konditionell weniger anspruchsvolle Weg zum Gipfel. Im Vergleich zum Südanstieg, mit dem Khumbu Eisbruch und den Lawinen der Lhotse Flanke, ist der Aufstieg über den Nordgrat objektiv weniger gefährlich. Der Gipfelanstieg vom letzten Lager (8300m) ist jedoch technisch anspruchsvoll und führt über drei Steilstufen. Die Passage zwischen der 1. und 2. Stufe (8500m) ist zudem sehr ausgesetzt. Weitere Informationen zur Everest Expedition Nord.

Everest Expedition - von Nepal

Südanstieg, Nepal: Der langsame Anstieg durch das grüne Khumbu Tal bietet eine schöne und gute Akklimatisation. Die Route der Besteigung beginnt kurz oberhalb des Basislagers auf 5700 Meter Höhe im Khumbu Eisbruch. Der Normalweg von Nepal ist länger, objektiv gefährlicher, technisch jedoch weniger anspruchsvoll als der Nordanstieg. Er bietet sich vor allem für klettertechnisch weniger versierte Bergsteiger an. Der Gipfelanstieg vom Südsattel auf knapp 8000m Höhe ist lang und ausgesetzt. Die technische Schlüsselstelle am berühmten ,Hillary Step´ befindet sich knapp unterhalb des Gipfels. Weitere Informationen zur Everest Expedition Süd

Summit Climb Everest Besteigung

Unsere Erfahrung am Berg geht zurück bis 1991, als Daniel Mazur den Mount Everest bestieg. Seit 2004 führten wir jedes Jahr eine Tibet Everest Expedition durch, mit Ausnahme von 2008, als Tibet wegen der Olympischen Fackelexpedition gesperrt war. Seit 2005 haben wir auch jedes Jahr eine Everest Expedition von Nepal durchgeführt. Somit haben wir eine Reihe von sehr erfahrenen Expeditionsleitern wie Arnold Coster, Felix Berg, Mike Browder und Daniel Mazur, die alle schon auf dem Gipfel standen und die Route gut kennen. Auch unsere Sherpas und Hochlagerträger sind gipfelerfahren und zusammen mit den Köchen und der Begleitmannschaft unerlässlich für den Erfolg unserer Everest Expedition.
► Der Anstieg wird in selbstständigen, eigenverantwortlichen Seilschaften unter Anleitung des Expeditionsleiters durchgeführt. Sherpas und Expeditionsleiter begleiten das Team zum Gipfel.
► Eine Führungstätigkeit findet nicht statt, persönliche Sherpas oder internationale Everest Bergführer können aber auf Wunsch gebucht werden.
►Selbstständige Höhenbergsteiger können ohne Hochlagerunterstützung zu günstigen Konditionen an der Expedition teilnehmen oder sich als Co-Leiter für die Expedition bewerben.

Summit Climb Everest Expeditionen - Vorteile im Überblick:

  • Expeditionen und Organisationserfahrung am Mount Everest seit 1991
  • Internationale Teams, starke Teilnehmer und erfahrene Expeditionsleiter
  • Hinzubuchbar: Persönlicher Sherpa und günstige O2-Pakete
  • Ausreichend Zeit: 70-tägige Expedition (Ende März bis Anfang Juni)
  • Bestes Kosten-Leistungs-Verhältnis

Everest Vorbereitung & Informationen

Flexibel gestallten wir nicht nur unseren Aufstieg am Berg, sondern auch die Teilnahme: mit/ohne Support, mit/ohne künstlichem Sauerstoff. So bieten wir sowohl erfahrenen Bergführern wie Hobbybergsteigern die Möglichkeit ein starkes Team  zu bilden und von unserer Organisation und unserem Wissen vor Ort zu profitieren.

Die Sherpas am Mount Everest sind ein wichtiger Bestandteil unserer Expedition. Als persönliche Sherpas für den Gipfelanstieg kommen nur sehr erfahrene Sherpas zum Einsatz, die schon mehrmals auf dem Gipfel des Mount Everest standen und gute Englisch Kenntnisse haben. Im Lageraufbau helfen uns auch jüngere Sherpas, die während der Expedition die Möglichkeit bekommen, mit uns zum Gipfel zu steigen.

Sprache: Als internationales Team finden Sprachen aus der ganzen Welt bei uns Platz. Besprechungen und die Kommunikation am Berg halten wir auf Englisch. Dies ist für unsere Sherpas und das Basislager-Team praktisch und bietet das beste Verständnis im Team. Einige unserer Expeditionsleiter sprechen zusätzlich Deutsch.

Vorbereitung: Wir führen ein 2-tägiges Vorbereitungstreffen in den Alpen (vorzugsweise in Chamonix) durch. Optional lässt sich eine einwöchige Verlängerung zum Training auf die Expedition anschließen - gemeinsam in der Gruppe, oder individuell mit einem staatlich geprüften Bergführer, zum erweitern persönlichen Kenntnisse.

Persönliches Training ist notwendig, wobei wir individuelle Programme mit unserem Spezialistenwissen entwickeln. Je nach Voraussetzung ist bei professionellen Bergsteigern und Bergführern ein spezielles Trainingsprogramm über ein paar Monate ausreichend. Hobbybergsteiger und Ausdauersportler mit weniger Bergerfahrung sollten für eine erfolgreiche Everest Besteigung mindestens 2 Jahre Vorbereitungszeit einplanen.

Persönliche Ausrüstung: Neben der kompletten Bergbekleidung und Gletscherausrüstung gehören ein warmer Schlafsack bis - 40° C Komfortbereich, eine ebenso warme Daunenjacke und Daunenhose (oder ein kompletter Daunenanzug), sehr warme Expeditionsschuhe und spezielle Expeditionshandschuhe zur persönlichen Grundausstattung. Alle Teilnehmer bekommen eine ausführliche Materialliste!

Everest Statistik (Stand 2010): Laut Elizabeth Hawley gab es seit 1953 5070 Besteigungen des Everest. Davon waren 3431 Einzelbesteigungen, die restlichen Begehungen Wiederholungen (meist von Sherpas). Nur sehr wenigen Bergsteigern gelingt der Gipfel ohne die Benutzung von künstlichem Sauerstoff. Seit Peter Habler und Reinhold Messer 1978 konnten 168 Menschen den Gipfel ohne Sauerstoff erreichen.

Unser Team am Everest besteht neben den Sherpas, der Begleitmannschaft und den Expeditionsleitern aus unseren Teilnehmern: Unsere Team Dynamik während der Reise, den Treks und des Aufstiegs funktioniert sehr gut. Wir motivieren Bergsteiger aus aller Welt - mit dem entsprechenden Können und ausreichender Erfahrung - sich uns anzuschließen.

Gerne beraten wir individuell über den Aufstieg, unsere Expedition und die Besteigung des Mount Everest.

Everest Expeditionen - Teilnahme

Voraussetzung: Höhenerfahrung aus mehreren Expeditionen innerhalb der letzten Jahren (auch aus über 7000m Höhe) und eine überdurchschnittlich starke Kondition sind notwendig für die Expeditionsteilnahme. Vorteilhaft ist schon vorhandene 8000er-Erfahrung. Selbstständiges Bergsteigen, Zelten und Kochen in winterlichsten Bedingungen, eine solide Eistechnik, Spaltenbergung und das Gehen am Fixseil sollten erprobt sein. Kenntnisse über die Erkennung und Prävention von Erfrierungssymptomen, Höhenkrankheiten und Behandlungsmethoden sind wichtig.

Technische Voraussetzung: Die größten Schwierigkeiten an den Steilstufen werden mittels Fixseilen, im Khumbu Eisbruch sogar durch Leitern entschärft. Seilfreies Begehen von 45° steilen Schnee und Firnflanken und Felsklettern bis UIAA3 müssen dennoch absolut sicher beherrscht werden. Insbesondere das Sichern am Fixseil und Abseiltechnik müssen absolut sicher auch mit dicken Handschuhen beherrscht werden. Die technischen Schwierigkeiten sind beim Nordanstieg etwas höher als beim Südanstieg.

Konditionelle Voraussetzung: Lange wie auch steile Etappen müssen überwunden werden. Im Western Cwm kann es zu extrem heißen Temperaturen kommen (Parabolspiegel aus Eis) während im Gipfelaufstieg mit -40°C und Wind-Chill-Faktor zu rechnen sind. Auch muss die konditionelle Stärke bei großem Komfortverzicht, Kälte und Höhe über 2 Monate aufrechterhalten werden. Die konditionellen Schwierigkeiten sind beim Südanstieg etwas höher als beim Nordanstieg.

Welche Everest Expedition ist für mich geeignet?

Expedition Everest Nord

Am Gipfeltag muss ein 8-12 stündiger Berganstieg mit anschließendem 4-6 Stunden Abstieg bewältigt werden. Das letzte Lager liegt auf 8300m und der Anstieg ist technisch schwieriger und damit im Abstieg auch anspruchsvoller. Der Rückzug entlang des technisch anspruchsvollen Gipfelgrats kann schwierig sein. Aufgrund des schnellen Aufstieges ist die Akklimatisation anfänglich schwieriger. Der Anstieg ist dafür objektiv weniger gefährlich als die Südseite mit Khumbu-Eisbruch und Lhotse Flanke. Letztendlich ist Tibet aufgrund der niedrigeren Permit-Gebühren günstiger als Nepal, aber das sollte nicht der entscheidende Faktor sein. Technisch weniger versierten Bergsteigern sein dennoch der Südanstieg zu empfehlen.

Expedition Everest Süd

Auf der Etappe zum Gipfel muss ein 10-14 stündiger Berganstieg mit anschließendem 4-6 Stunden Abstieg bewältigt werden. Das letzte Lager liegt auf 8000m Höhe (Südsattel) und der Anstieg ist länger und konditionell dadurch etwas mühsamer. Die Gipfeletappe von 8000m Höhe wie auch der gesamte Süd-Anstieg sind länger und somit konditionell noch herausfordernder als der Nordgat von Tibet. Der Aufenthalt im südseitigen Basislager ist angenehmer als das raue und windige Tibetische Wetter auf der Nordseite.

Links zum Mount Everest

Weitere Informationen zu unseren Summit Climb Everest Expeditionen:

Informationen zur Everest Expedition Nord - Tibet /China

Informationen zur Everest Expedition Süd - Nepal

Detailablauf Everest Nord

Detailablauf Everest Süd

Detailprogramme für die Besteigung des Mount Everest 2011, 2012, 2013:

Zum Ausdrucken & gemütlich lesen - unsere Summit Climb PDF-Dateien:

Everest Expedition Nord - Anstieg von Tibet / China (PDF-File)

Everest Expedition Süd - Anstieg von Nepal (PDF-File)