Zum Gipfel des höchsten Berges der Welt haben sich zwei Normalwege etabliert: Der Südanstieg der beiden Erstbegeher Hillary und Tenzing (1953) über Nepal, sowie der Aufstieg über den Nordgrat von Tibet aus. Trotz der gewachsenen Infrastruktur, immer besser abgesicherten Routen und der Unterstützung durch Sherpas bleibt die Besteigung ein ernstes Unternehmen. Jedes Jahr bieten wir beide Expeditionen zur Besteigung des Mount Everest an, begleitend eine leichtere Expedition (Lakpa Ri / Northcol) und Trekkings in die Everest Basislager.

Mount Everest (8850m)

Unser Team am Everest besteht neben den Sherpas, der Begleitmannschaft und den Expeditionsleitern aus unseren Teilnehmern. Unsere Team Dynamik während der Reise, den Treks und des Aufstiegs bis zum Gipfelgang funktioniert sehr gut. Wir motivieren Bergsteiger aus aller Welt - mit dem entsprechenden Können und ausreichender Erfahrung - sich uns anzuschließen. Wir bieten Dir zwei Expeditionen zur Mount Everest Besteigung:

Everest Expedition - Tibet/China

Nordgrat, Tibet: Die Anfahrt bis auf 5000m Höhe erfolgt schnell. Mit zwei Basislagern auf 5000m und 6300m Höhe ist der Ausgangspunkt der Route hoch gelegen und dieser Anstieg der konditionell weniger anspruchsvolle Weg zum Gipfel. Im Vergleich zum Südanstieg, mit dem Khumbu Eisbruch und den Lawinen der Lhotse Flanke, ist der Aufstieg über den Nordgrat objektiv weniger gefährlich. Der Gipfelanstieg vom letzten Lager (8300m) ist jedoch technisch anspruchsvoll und führt über drei Steilstufen. Die Passage zwischen der 1. und 2. Stufe (8500m) ist zudem sehr ausgesetzt.

Everest Besteigung - Tibet

Details und Informationen zur Besteigung über die Nordseite (Tibet/China) ansehen:

Everest Expedition - Nepal

Der langsame Anstieg durch das grüne Khumbu Tal bietet eine schöne und gute Akklimatisation. Die Route der Besteigung beginnt kurz oberhalb des Basislagers auf 5700 Meter Höhe im Khumbu Eisbruch. Der Normalweg von Nepal ist länger, objektiv gefährlicher, technisch jedoch weniger anspruchsvoll als der Nordanstieg. Er bietet sich vor allem für klettertechnisch weniger versierte Bergsteiger an. Der Gipfelanstieg vom Südsattel auf knapp 8000m Höhe ist lang und ausgesetzt. Die technische Schlüsselstelle am berühmten ,Hillary Step´ befindet sich knapp unterhalb des Gipfels.

Everest Besteigung - Nepal

Details und Informationen zur Besteigung über die Südseite (Nepal) ansehen:

Everest Besteigung - Warum mit SummitClimb?

Unsere Erfahrung am Mount Everest geht zurück bis 1991 als Daniel Mazur den Mount Everest bestieg. Seit 2004 unser Deutscher/Schweizer Partner Felix Berg den Everest bestieg, führten wir jedes Jahr beide Everest Expeditionen durch (mit Ausnahme von 2008, als Tibet wegen der Olympischen Fackelexpedition gesperrt war). Erfahrung sowohl von der Nordseite (Tibet/China) wie auf der Südseite zeichnen uns aus: Logistische Know-How, persönliches Engagement und dadurch unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis. Sehr erfahrene Expeditionsleitern, die alle schon auf dem Gipfel standen und die Route gut kennen, begleiten Dich auf Expedition. Unsere Sherpas sind gipfelerfahren und loyal. Zusammen mit den Köchen und der Begleitmannschaft sind sie unerlässlich für den Erfolg unserer Everest Expeditionen.

Everest Camp am Nordsattel - Expedition TibetEverest Besteigung mit Sauerstoff in Nepal
SummitClimb-Zelte am Nordsattel, Everest Besteigung mit Sauerstoff im Full-Servie-Preis inklusive.
  • Der Anstieg wird in selbstständigen, eigenverantwortlichen Seilschaften unter Anleitung des Expeditionsleiters durchgeführt. Sherpas und Expeditionsleiter begleiten das Team zum Gipfel.
  • Eine Führungstätigkeit findet nicht statt, persönliche Sherpas oder internationale Everest Bergführer können aber auf Wunsch engagiert werden.
  • Selbstständige Höhenbergsteiger können ohne Hochlagerunterstützung zu günstigen Konditionen an der Expedition teilnehmen oder sich als Co-Leiter für die Expedition bewerben.

Summit-Climb-Everest-Expeditionen: Vorteile im Überblick

  • Expeditionen am Mount Everest seit 1991
  • Internationale Teams und starke Teilnehmer
  • Erfahrene Expeditionsleiter und loyale Top-Sherpas
  • Top of the World: Kosten-Leistungs-Verhältnis
  • Full-Service-Standard inklusive O2-Pakete und Highcamp-Logistik
  • Individuelle Arrangements, persönlicher Sherpa als Bergführer buchbar
  • Ausreichend Zeit: 62-tägige Expedition

Everest Besteigung - Vorbereitung & Informationen

Flexibel gestallten wir nicht nur unseren Aufstieg am Berg, sondern auch die Teilnahme: mit/ohne Support, mit/ohne künstlichem Sauerstoff. So bieten wir sowohl erfahrenen Bergführern wie Hobbybergsteigern die Möglichkeit ein starkes Team  zu bilden und von unserer Organisation und unserem Wissen vor Ort zu profitieren.

Die Sherpas am Mount Everest sind ein wichtiger Bestandteil unserer Expedition. Als persönliche Sherpas für den Gipfelanstieg kommen nur sehr erfahrene Sherpas zum Einsatz, die schon mehrmals auf dem Gipfel des Mount Everest standen und gute Englisch Kenntnisse haben. Im Lageraufbau helfen uns auch jüngere Sherpas, die während der Expedition die Möglichkeit bekommen, mit uns zum Gipfel zu steigen.

Sprache: Als internationales Team finden Sprachen aus der ganzen Welt bei uns Platz. Besprechungen und die Kommunikation am Berg halten wir auf Englisch. Dies ist für unsere Sherpas und das Basislager-Team praktisch und bietet das beste Verständnis im Team. Einige unserer Expeditionsleiter sprechen zusätzlich Deutsch.

Sherpa
Jangbu und Ningma Sherpa im Sturm: zuverlässige und loyale Begleiter.

Vorbereitung: Wir führen ein 2-tägiges Vorbereitungstreffen in den Alpen durch. Optional lässt sich eine einwöchige Verlängerung zum Training auf die Expedition anschließen - gemeinsam in der Gruppe, oder individuell mit einem staatlich geprüften Bergführer, zum erweitern persönlichen Kenntnisse.

Persönliches Training ist notwendig, wobei wir individuelle Programme mit unserem Spezialistenwissen entwickeln. Je nach Voraussetzung ist bei professionellen Bergsteigern und Bergführern ein spezielles Trainingsprogramm über ein paar Monate ausreichend. Hobbybergsteiger und Ausdauersportler mit weniger Bergerfahrung sollten für eine erfolgreiche Everest Besteigung mindestens 2 Jahre Vorbereitungszeit einplanen.

Persönliche Ausrüstung: Neben der kompletten Bergbekleidung und Gletscherausrüstung gehören ein warmer Schlafsack bis - 40° C Komfortbereich, eine ebenso warme Daunenjacke und Daunenhose (oder ein kompletter Daunenanzug), sehr warme Expeditionsschuhe und spezielle Expeditionshandschuhe zur persönlichen Grundausstattung. Alle Teilnehmer bekommen eine ausführliche Materialliste!

Everest Statistik

Nach Elizabeth Hawley (Himalaya Database, Stand 14.02.2014): Seit 1953 gab es 6871 Besteigungen des Everest von 4042 Bergsteigern. Die resultierenden Mehrfachbesteigungen stammen meist von Sherpas, die mit 3320 Begehungen fast die Hälfte der Gipfelerfolge ausmachen. Seit Peter Habler und Reinhold Messner 1978 gelang nur sehr Wenigen die Besteigung ohne die Benutzung von künstlichem Sauerstoff besteigen: ca. 180 Menschen mit 250 Besteigungen zählt der Everest ohne Sauerstoff. Traditionell bedingt, mit 4416 versus 2455 Gipfelerfolgen, ist die Südseite beliebter als die Nordseite

In 2014, dem letzten "normalen Jahr" fielen 539 der 658 Besteigungen auf die Südroute. Bei fast gleicher Anzahl von Anwärtern stiegen nur 119 Besteiger über die Nordseite zum Gipfel. In 2015 verhinderte eine Lawine die Fixierung des südlichen Anstiegs über den Khumbu Eisbruch und führte zu einem Abbruch aller südseitigen Expeditionen. Während der 2015 Saison richtete ein Erdbeben in Nepal katastrophalen Schaden an und es gab weder von der Nord- noch der Südseite eine Besteigung des Mount Everest.

Bei SummitClimb hatten wir 2013 eine sehr erfolgreiche Saison, wobei Nord- und Südseite gemeinsam alle 14 Teilnehmer mit 10 Sherpas den Gipfel erreichen konnten. 100% Erfolg. Doch in 2015 waren wir wie alle anderen Anbieter vom Totalausfall betroffen. Im Schnitt der letzten 10 Jahre liegt unsere Erfolgsquote bei 60%. Es besteht keine Gipfelgarantie und wetterbedingt kann eine "erfolgreiche" Expedition mit nur 1 von 4 Teilnehmern (25%) auf dem Gipfel überdurchschnittlich gut sein. Wir raten daher, eine Quote nicht als starkes Kriterium für Deine Entscheidung zu benutzen. Neben individuellem Können, der Rahmenbedingungen und dem Support gehört auch immer eine Portion Glück zu Deiner erfolgreichen Mount Everest Besteigung.

Welche Everest Expedition ist für mich geeignet?

Nach Deiner Entscheidung zum passenden Anbieter erhöht sicherlich der korrekt gewählte Aufstieg Deine Aussichten auf Erfolg. Es gibt klare Vor- und Nachteile der beiden Standardaufstiege.

Expedition Everest Nord

Everest AufstiegEverest Summit
Everest Besteigung: Aufstieg zum Nordsattel und am Gipfel.

Einige Highlights der Besteigung des Mount Everest über die Nordseite sind:

  • Objektiv sehr sichere Route
  • Hohes Basislager, Aufstieg mit kurzen Lageretappen
  • Tibet, einsam und abgeschieden

Aufgrund zügiger Anreise mit schnellem Aufstieg ist die Akklimatisation anfänglich schwieriger. Der Fahrt zum 1.Basislager auf 5100m Höhe folgt ein Trekking zum 2.Basislager auf 6300m Höhe. Das raue tibetische Klima begleitet uns. Der Anstieg entlang des Nordgrats erfolgt in kurzen Etappen über 3 Lager, das Letzte auf 8300m Höhe ist sehr hoch. Am Gipfeltag muss ein 6-10 stündiger Anstieg mit anschließendem 3-6 Stunden Abstieg bewältigt werden. Im Vergleich zur Südseite ist die Gipfeletappe technisch schwieriger und damit im Abstieg auch anspruchsvoller. Ein Rückzug entlang des technisch anspruchsvollen Gipfelgrats kann schwierig sein. Der Anstieg ist dafür objektiv weniger gefährlich als die Südseite mit Khumbu-Eisbruch und Lhotse Flanke. Letztendlich ist Tibet aufgrund der niedrigeren Gebühren preislich günstiger als Nepal, aber das sollte (bitte!) nicht der entscheidende Faktor sein.

Expedition Everest Süd

Everest Besteigung (Südseite) am Hillary Step, wieder unter im Western Cym.

Einige Highlights der Besteigung des Mount Everest über die Südseite sind:

  • Technisch einfachster Weg zum Gipfel
  • Bequemes Trekking zum Basislager, gute Akklimatisation
  • Nepal, Sherpas, das Khumbu-Tal

Nepal, das Khumbu-Gebiet insbesondere, ist touristisch gut erschlossen. Der Anmarsch erfolgt langsam, was die Akklimatisation fördert. Der Aufenthalt im südseitigen Basislager (5600m) ist angenehmer als das raue und windige tibetische Wetter auf der Nordseite. Dafür muss mit längeren Etappen gerechnet werden und der Khumbu-Eisbruch bietet gleich zu Anfang eine technische und objektive gefährliche Hürde. Das letzte Lager liegt auf 8000m Höhe (Südsattel), eine etwas angenehmere Schlafhöhe. Auf der Etappe zum Gipfel muss mit 10-14 stündigen Anstieg und 4-6 Stunden Abstieg gerechnet werden. Die Gipfeletappe ist länger und somit konditionell noch herausfordernder als die Nordroute von Tibet, dafür technisch leichter. Technisch weniger versierten Bergsteigern wird der Südanstieg empfohlen. Der Gipfelgrat und die Schüsselstelle am Hillary-Step nach dem Südgipfel sind die Hauptschwierigkeiten. Das Permit, die Fixierung des Khumbu-Eisbruchs durch das Ice-Doctors-Sherpa-Team und die längere Lagerlogistik führen zu höheren Kosten.

Gerne beraten wir individuell über den Aufstieg, unsere Expedition und die Besteigung des Mount Everest: -> Anfrage