Zum Gipfel des höchsten Berges der Welt haben sich zwei Normalwege etabliert: Der Südanstieg der beiden Erstbegeher Hillary und Tenzing (1953) über Nepal, sowie der Aufstieg über den Nordgrat von Tibet aus. Trotz der gewachsenen Infrastruktur, immer besser abgesicherten Routen und der Unterstützung durch Sherpas bleibt die Besteigung ein ernstes Unternehmen. Jedes Jahr bieten wir beide Expeditionen zur Besteigung des Mount Everest an, begleitend eine leichtere Expedition (Lakpa Ri / Northcol) und Trekkings in die Everest Basislager.

Mount Everest (8850m)

Unser Team am Everest besteht neben den Sherpas, der Begleitmannschaft und den Expeditionsleitern aus unseren Teilnehmern. Unsere Team Dynamik während der Reise, den Treks und des Aufstiegs bis zum Gipfelgang funktioniert sehr gut. Wir motivieren Bergsteiger aus aller Welt - mit dem entsprechenden Können und ausreichender Erfahrung - sich uns anzuschließen. Wir bieten Dir zwei Expeditionen zur Mount Everest Besteigung.

Everest Nord (links): Bergsteiger über der 2. Stufe, ca. 8610m. Everest Süd (rechts): In 1991 über dem berühmten Hillary Step, ca. 8790m.

Everest Expedition Nord - Tibet/China

Nordgrat, Tibet: Die Anfahrt bis auf 5000m Höhe erfolgt schnell. Mit zwei Basislagern auf 5000m und 6300m Höhe ist der Ausgangspunkt der Route hoch gelegen und dieser Anstieg der konditionell weniger anspruchsvolle Weg zum Gipfel. Im Vergleich zum Südanstieg, mit dem Khumbu Eisbruch und den Lawinen der Lhotse Flanke, ist der Aufstieg über den Nordgrat objektiv weniger gefährlich. Der Gipfelanstieg vom letzten Lager (8300m) ist jedoch technisch anspruchsvoll und führt über drei Steilstufen. Die Passage zwischen der 1. und 2. Stufe (8500m) ist zudem sehr ausgesetzt.

Everest Besteigung - Tibet

Details und Informationen zur Besteigung über die Nordseite (Tibet/China) ansehen:

Everest Expedition Süd - Nepal

Der langsame Anstieg durch das grüne Khumbu Tal bietet eine schöne und gute Akklimatisation. Die Route der Besteigung beginnt kurz oberhalb des Basislagers auf 5700 Meter Höhe im Khumbu Eisbruch. Der Normalweg von Nepal ist länger, objektiv gefährlicher, technisch jedoch weniger anspruchsvoll als der Nordanstieg. Er bietet sich vor allem für klettertechnisch weniger versierte Bergsteiger an. Der Gipfelanstieg vom Südsattel auf knapp 8000m Höhe ist lang und ausgesetzt. Die technische Schlüsselstelle am berühmten ,Hillary Step´ befindet sich knapp unterhalb des Gipfels.

Everest Besteigung - Nepal

Details und Informationen zur Besteigung über die Südseite (Nepal) ansehen:

Everest Besteigung - Warum mit SummitClimb?

Unsere Erfahrung am Mount Everest geht zurück bis 1991 als Daniel Mazur den Mount Everest bestieg. Seit 2004 unser Deutscher/Schweizer Partner Felix Berg den Everest bestieg, führten wir jedes Jahr beide Everest Expeditionen durch (mit Ausnahme von 2008, als Tibet wegen der olympischen Fackelexpedition gesperrt war). Erfahrung sowohl von der Nordseite (Tibet/China) wie auf der Südseite zeichnen uns aus: Logistische Know-How, persönliches Engagement und dadurch unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis. Sehr erfahrene Expeditionsleitern, die alle schon auf dem Gipfel standen und die Route gut kennen, begleiten Dich auf Expedition. Unsere Sherpas sind gipfelerfahren und loyal. Zusammen mit den Köchen und der Begleitmannschaft sind sie unerlässlich für den Erfolg unserer Everest Expeditionen.

Everest Camp am Nordsattel - Expedition TibetEverest Besteigung mit Sauerstoff in Nepal
SummitClimb-Zelte am Nordsattel, Everest Besteigung mit Sauerstoff im Full-Servie-Preis inklusive.
  • Der Anstieg wird in selbstständigen, eigenverantwortlichen Seilschaften unter Anleitung des Expeditionsleiters durchgeführt. Sherpas und Expeditionsleiter begleiten das Team zum Gipfel.
  • Eine Führungstätigkeit findet nicht statt, persönliche Sherpas oder internationale Everest Bergführer können aber auf Wunsch engagiert werden.
  • Selbstständige Höhenbergsteiger können ohne Hochlagerunterstützung zu günstigen Konditionen an der Expedition teilnehmen oder sich als Co-Leiter für die Expedition bewerben.

Summit-Climb-Everest-Expeditionen: Vorteile im Überblick

  • Expeditionen am Mount Everest seit 1991
  • Internationale Teams und starke Teilnehmer
  • Erfahrene Expeditionsleiter und loyale Top-Sherpas
  • Top of the World: Kosten-Leistungs-Verhältnis
  • Full-Service-Standard inklusive O2-Pakete und Highcamp-Logistik
  • Individuelle Arrangements, persönlicher Sherpa als Bergführer buchbar
  • Ausreichend Zeit: 62-tägige Expedition

Everest Besteigung - Vorbereitung & Informationen

Flexibel gestallten wir nicht nur unseren Aufstieg am Berg, sondern auch die Teilnahme: mit/ohne Support, mit/ohne künstlichem Sauerstoff. So bieten wir sowohl erfahrenen Bergführern wie Hobbybergsteigern die Möglichkeit ein starkes Team  zu bilden und von unserer Organisation und unserem Wissen vor Ort zu profitieren.

Die Sherpas am Mount Everest sind ein wichtiger Bestandteil unserer Expedition. Als persönliche Sherpas für den Gipfelanstieg kommen nur sehr erfahrene Sherpas zum Einsatz, die schon mehrmals auf dem Gipfel des Mount Everest standen und gute Englisch Kenntnisse haben. Im Lageraufbau helfen uns auch jüngere Sherpas, die während der Expedition die Möglichkeit bekommen, mit uns zum Gipfel zu steigen.

Sprache: Als internationales Team finden Sprachen aus der ganzen Welt bei uns Platz. Besprechungen und die Kommunikation am Berg halten wir auf Englisch. Dies ist für unsere Sherpas und das Basislager-Team praktisch und bietet das beste Verständnis im Team. Einige unserer Expeditionsleiter sprechen zusätzlich Deutsch.

Loyale Sherpas von SummitClimb im Sturm
Jangbu und Ningma Sherpa im Sturm: zuverlässige und loyale Begleiter.

Vorbereitung: Wir führen ein 2-tägiges Vorbereitungstreffen in den Alpen durch. Optional lässt sich eine einwöchige Verlängerung zum Training auf die Expedition anschließen - gemeinsam in der Gruppe, oder individuell mit einem staatlich geprüften Bergführer, zum erweitern persönlichen Kenntnisse.

Persönliches Training ist notwendig, wobei wir individuelle Programme mit unserem Spezialistenwissen entwickeln. Je nach Voraussetzung ist bei professionellen Bergsteigern und Bergführern ein spezielles Trainingsprogramm über ein paar Monate ausreichend. Hobbybergsteiger und Ausdauersportler mit weniger Bergerfahrung sollten für eine erfolgreiche Everest Besteigung mindestens 2 Jahre Vorbereitungszeit einplanen.

Persönliche Ausrüstung: Neben der kompletten Bergbekleidung und Gletscherausrüstung gehören ein warmer Schlafsack bis - 40° C Komfortbereich, eine ebenso warme Daunenjacke und Daunenhose (oder ein kompletter Daunenanzug), sehr warme Expeditionsschuhe und spezielle Expeditionshandschuhe zur persönlichen Grundausstattung. Alle Teilnehmer bekommen eine ausführliche Materialliste!

Welche Everest Expedition ist für mich geeignet?

Nach Deiner Entscheidung zum passenden Anbieter erhöht sicherlich der korrekt gewählte Aufstieg Deine Aussichten auf Erfolg. Es gibt klare Vor- und Nachteile der beiden Standardaufstiege.

Everest Expedition Nord

Everest Aufstieg zum Nordsattel (Tibet) - Bergsteiger auf knapp 7000m Höhe
Everest Besteigung (Nordseite): Aufstieg zum Nordsattel und am Gipfel.

Einige Highlights der Besteigung des Mount Everest über die Nordseite sind:

  • Objektiv sehr sichere Route
  • Hohes Basislager, Aufstieg mit kurzen Lageretappen
  • Tibet, einsam und abgeschieden

Aufgrund zügiger Anreise mit schnellem Aufstieg ist die Akklimatisation anfänglich schwieriger. Der Fahrt zum 1.Basislager auf 5100m Höhe folgt ein Trekking zum 2.Basislager auf 6300m Höhe. Das raue tibetische Klima begleitet uns. Der Anstieg entlang des Nordgrats erfolgt in kurzen Etappen über 3 Lager, das Letzte auf 8300m Höhe ist sehr hoch. Am Gipfeltag muss ein 6-10 stündiger Anstieg mit anschließendem 3-6 Stunden Abstieg bewältigt werden. Im Vergleich zur Südseite ist die Gipfeletappe technisch schwieriger und damit im Abstieg auch anspruchsvoller. Ein Rückzug entlang des technisch anspruchsvollen Gipfelgrats kann schwierig sein. Der Anstieg ist dafür objektiv weniger gefährlich als die Südseite mit Khumbu-Eisbruch und Lhotse Flanke. Letztendlich ist Tibet aufgrund der niedrigeren Gebühren preislich günstiger als Nepal, aber das sollte (bitte!) nicht der entscheidende Faktor sein.

Everest Expedition Süd

Hillary Step am Everest: Bergsteiger bei der Besteigung, Aufnahme vom SüdgipfelDrei Bergsteiger im Western Cym bei ihrer Mount Everest Besteigung
Everest Besteigung (Südseite): Am Hillary Step, wieder unter im Western Cym.

Einige Highlights der Besteigung des Mount Everest über die Südseite sind:

  • Technisch einfachster Weg zum Gipfel
  • Bequemes Trekking zum Basislager, gute Akklimatisation
  • Nepal, Sherpas, das Khumbu-Tal

Nepal, das Khumbu-Gebiet insbesondere, ist touristisch gut erschlossen. Der Anmarsch erfolgt langsam, was die Akklimatisation fördert. Der Aufenthalt im südseitigen Basislager (5600m) ist angenehmer als das raue und windige tibetische Wetter auf der Nordseite. Dafür muss mit längeren Etappen gerechnet werden und der Khumbu-Eisbruch bietet gleich zu Anfang eine technische und objektive gefährliche Hürde. Das letzte Lager liegt auf 8000m Höhe (Südsattel), eine etwas angenehmere Schlafhöhe. Auf der Etappe zum Gipfel muss mit 10-14 stündigen Anstieg und 4-6 Stunden Abstieg gerechnet werden. Die Gipfeletappe ist länger und somit konditionell noch herausfordernder als die Nordroute von Tibet, dafür technisch leichter. Technisch weniger versierten Bergsteigern wird der Südanstieg empfohlen. Der Gipfelgrat und die Schüsselstelle am Hillary-Step nach dem Südgipfel sind die Hauptschwierigkeiten. Das Permit, die Fixierung des Khumbu-Eisbruchs durch das Ice-Doctors-Sherpa-Team und die längere Lagerlogistik führen zu höheren Kosten.

Gerne beraten wir individuell über den Aufstieg, unsere Expedition und die Besteigung des Mount Everest: -> Anfrage

Everest Statistik - faszinierende Fakten

Nach Elizabeth Hawley (Himalaya Database, Stand 14.02.2014): Seit 1953 gab es 6871 Besteigungen des Everest von 4042 Bergsteigern. Die resultierenden Mehrfachbesteigungen stammen meist von Sherpas, die mit 3320 Begehungen fast die Hälfte der Gipfelerfolge ausmachen. Seit Peter Habler und Reinhold Messner 1978 gelang nur sehr Wenigen die Besteigung ohne die Benutzung von künstlichem Sauerstoff besteigen: ca. 180 Menschen mit 250 Besteigungen zählt der Everest ohne Sauerstoff. Traditionell bedingt, mit 4416 versus 2455 Gipfelerfolgen, ist die Südseite beliebter als die Nordseite. Historisch gesehen ist die Erfolgsaussicht auf nepalesischer Seite (Süden) etwas höher und die Ausfallquote (Todesfälle versus Gipfelerfolge) mit 4,1% versus 3,9% etwas höher. Jedoch fallen mehr Gipfel und Gipfelversuche ohne Sauerstoff auf die Nordseite: Diese haben eine deutlich höhere Ausfallsquote.

In 2013 fielen 539 der 658 Besteigungen auf die Südroute. Bei fast gleicher Anzahl von Anwärtern stiegen nur 119 Besteiger über die Nordseite zum Gipfel. In 2014 verhinderte eine Lawine die Fixierung des südlichen Anstiegs über den Khumbu Eisbruch und führte zu einem Abbruch aller südseitigen Expeditionen. Während der 2015 Saison richtete ein Erdbeben in Nepal katastrophalen Schaden an und es gab weder von der Nord- noch der Südseite eine Besteigung des Mount Everest. In 2016 gab es wieder ein "normales Jahr" mit geschätzt 150 Besteigungen über die Nordroute und 450 Besteigungen über die Südroute. Entsprechend gibt es inzwischen (Stand Ende 2016) ca. 7500 Besteigungen des Everest, verteilt auf ungefähr 4500 Besteiger.

Ryan auf dem Gipfel, 2004 Besteigung Nordseite (Tibet). Bergsteiger im Aufstieg durch den berühmten Khumbu Icefall, Südseite (Nepal).

Bei SummitClimb hatten wir 2013 und 2016 zwei sehr erfolgreiche Saisons, bei Nord- wie Südseite. Gemeinsam gezählt, konnten 30 der 32 Teilnehmer den Gipfel erreichen konnten: Knapp 95% Erfolgsrate - am höchsten Berg der Welt!  Doch in 2015 waren wir wie alle anderen Anbieter vom "Totalausfall" (0% Gipfel, zum Glück kein Opfer bei uns) betroffen. Im Schnitt der letzten 10 Jahre liegt unsere Erfolgsquote am Everest bei ca. 60%. Es besteht keine Gipfelgarantie und wetterbedingt - jede Saison ist anders - kann eine "erfolgreiche" Expedition mit nur 1 von 4 Teilnehmern (25%) auf dem Gipfel überdurchschnittlich gut sein. Wir raten daher, eine Quote nicht als starkes Kriterium für Deine Entscheidung zu benutzen. Die meisten unserer Sherpas haben den Gipfel mehrfach bestiegen, 7 oder 8 Besteigungen sind üblich. Jangbu Patale Sherpa hält in unseren Team mit 17 "Everest-Gipfeln" den Rekord. Neben individuellem Können, der Rahmenbedingungen und dem Support gehört auch immer eine Portion Glück zu Deiner erfolgreichen Mount Everest Besteigung.

Mount Everest Rekorde – alt und neu

Der höchste Berg der Welt übt seit jeher eine grosse Faszination auf uns aus. Die Nepalesen nennen ihn «Sagarmāthā», was übersetzt mit «Stirn des Himmels». In Tibet heisst der Berg «Qumolngma» (Transkription), in englisch «Chomolungma» geschrieben, was nichts anderes bedeutet als «Mutter des Universums». Neben diesen uralten religiösen Beschreibungen finden sich auch in unserer modernen Zivilisation viele Menschen von diesem Berg angezogen, von Entdeckern über Sportler bis hin zu Spinnern. Hier folgt ein historisch interessanter Auszug von Rekorden am Mount Everest:

1856 – Vermessung der Höhe mit 8840m

Der Nachfolger von Sir George Everest, der 1830 – 1843 die trigonometrische Vermessung von IndoChina geleitet hatte, Andrew Waugh meldete in 1856 der Royal Geografic Society die Gipfelhöhe von 8840m für den höchsten Berg der Welt. In Ehren an den Initiator wurde der Berg «Mount Everest» genannt. Erstaunlich ist die Genauigkeit dieser Messung vom indischen Ozean mit Triangulation bis zum Gipfel. Mit modernster Technik wird die Höhe heute zwischen 8848 m.ü.M. bis 8852 m.ü.M. angegeben.

1924 – Ed. Norton Höhenweltrekord 8572m

Edward Felix Norton war Teilnehmer der britischen Expedition von 1922 und 1924, in deren Expeditionsbericht er die extreme Höhe als «ganz angenehm bezeichnet, sobald man sich mal hinsetzt, um eine Pfeife zu rauchen», aber auch so anstrengend «man möchte kaum wieder aufstehen». Am 4.Juni 1924 erreichte er am westlichen Rand des später nach ihn benannten Norton-Couloirs eine Höhe von 8572m – ohne (!) die Benutzung von künstlichem Sauerstoff.

1924 – Mysterium um Mallory und Irvine

Nach der britischen Erkundungsexpedition 1921 und der Expeditionen 1922 endete der letzte Gipfelanstieg der 20er-Jahre am 8.Juni 1924 mit George L. Mallorys und Andrew C. Irvines Verschwinden am Nordostgrad. Sie folgten der Route, die sich über 70 Jahre später als Normalweg von Norden (Tibet) etablieren sollte. Bei einer Forschungsexpedition wurde am 1. Mai 1999 der Körper von Mallory auf 8150m Höhe gefunden. Ihre genau erreichte Höhe oder, ob sie gar auf den Gipfel standen, bleibt ein Mysterium, mit dem sich einige Experten beschäftigen.

1952 – Schweizer-Nepali Höhenrekord 8595m

Tibet (es hatte in der 30/40er Jahren dort noch einige Versuche gegeben) war für Ausländer gesperrt. Doch Nepal öffnete sich Besuchern, der Beginn für florierenden Bergtourismus. Nach der ersten Expedition 1951 um Eric Shipton (Grossbritannien) vergab 1952 die nepalesische Regierung ein Permit den Schweizern. Bei der von Edouard Wyss-Dunant geleiteten Expedition wurde auf den Südostgrat eine Höhe von knapp 8600 Metern erreicht, von: Raymond Lambert (Schweiz) und Sherpa Tenzing Norgay.

1953 – Erstbegehung Hillary / Tenzing

Unter Leitung von John Hunt gelang einer grossangelegten britischen Expedition die Erstbesteigung vom Mount Everest. Sie folgten der Route der vorherigen Erkundungen, auch heute noch der Standardaufstieg von Nepal (Khumbu Icefall, Westen Cym, Südsattel). Das erstgesetzte Team erreichte den Südgipfel (8770 m.ü.M.). So kamen am 29. Mai 1953 zwei andere Bergsteiger zum Zug: Sir Edmund P. Hillary (Neuseeland) und Sherpa Tenzing Norgay (Nepal) standen als erste Menschen auf dem Mount Everest.

1963 – Erstbesteigung Tom Hornbein / Will Unsoeld

Im Rahmen der amerikanischen Expedition unter Leitung von Norman Dyhrenfurth gelang die erste amerikanische Besteigung (James Whittaker) und eine sensationelle Erstbesteigung über das Tal des Schweigens zum Westgrat in die Nordwand, durch das entsprechend genannte Hornbein-Couloir.VAlle Teilnehmer bekamen im Anschluss der Expedition mit der Hubbard-Medaille eine Auszeichnung von Präsident John F. Kennedy.

1975 - Weitere Begehung / Südwestwand

Die Japanerin Junko Tabei bestieg am 16. Mai 1975 als erste Frau den Mount Everest. Einer Expedition unter Leitung von Sir Christian Bonington gelang im klassischen Expeditionsstyl die Begehung der steilen Südwestwand: Doug Scott und Dougal Hasten und zwei Tage später Peter Boardmann und Sirdar Pertemba stiegen erfolgreich bis zum Gipfel.

1978 – Ohne Sauerstauf: Reinhold Messner / Peter Habeler

Im Rahmen einer grossen österreichischen Expedition (auch mit der ersten deutschen Besteigung: Reinhard Karl) unter Leitung von Wolfgang Nair bestiegen Reinhold Messner und Peter Habeler am 8. Mai 1978 den Gipfel erstmals ohne künstlichen Sauerstoff.

1979/1980 – Winterbesteigung

Die erste und bis heute einzige (Stand 3.02.2018) Besteigung im Winter gelang einer polnischen Expedition. Entlang der klassischen Südroute (Nepal) und Mithilfe künstlichem Sauerstoffs bestiegen am 17. Feb. 1980 Leszek Chichy und Krzystof Wielicki den Mount Everest.

1980 – Reinhold Messner Solo

Am 20. August 1980 setzt Messner seiner Karriere den «i-Punkt» auf: Im Sommermonsun, allein - und zwar wirklich «Solo», nicht nur allein unter vielen anderen Bergsteigern, auch deswegen vielleicht die Wahl der Saison - und ohne künstlichen Sauerstoff gelingt ihm die Besteigung vom Mount Everest.

1986 – Nordwand «Speed» Erhard Loretan / Jean Troillet

In nur 43 Stunden von Basislager und zurück - ohne Zusatzsauerstoff, ohne Support (Spur, Fixseile, Camps) - geling den beiden Schweizer Profis Erhard Loretan und Jean Troillet die Mount Everest Besteigung über die Hornbein-Couloir-Route (Nordwand). Bis heute (Stand 3. Feb. 2018) halten sie den Speed-Rekord abseits der Normalwege und bleibt es der einzige Non-Stop-Auf-und-Abstieg aus dem Rongbuk-Tal.

1996 – Speedrekord Hans Kammerlander

Vom ABC (vorgeschobenen Basislager) über die tibetische Normalroute – 6300m.ü.M. und allgemein anerkannter Start – steigt Hans Kammerlander mit Ski Richtung Gipfel. Für die vollständige Skiabfahrt waren die Verhältnisse nicht gut genug, doch gelingt ihm mit Besteigung am 24. Mai 1996 in nur 16h45min (ca. 23h mit Abstieg) ein bis heute (Stand 4.02. 2018) gültiger Rekord: Die schnellste Begehung des Mount Everest ohne künstlichem Sauerstoff.

2000 – Besteigungen mit Ski, blind

Davo Karničar aus Slowenien fährt im Oktober 2000 als erster Mensch vollständig mit Ski vom Mount Everest (über die Südroute, sehr günstige Schneeverhältnisse) ab. Erik Weihenmayer erreicht als erster Blinde den Gipfel.

2004 – Direkte Nordwand

Einer russischen Expedition geling eine der letzten grossen Linien am Mount Everest. Am 30. Mai 2004 erreichten Pawel Schabalin, Ilija Tukhvatullin und Andrej Mariew über eine Direttssima-Route der Nordwand den Gipfel.

2005 – Allerschnellster Aufstieg zum Everest

Am 14.Mai 2005 landet Didier Delsalle um 07:08 Nepalesischer Zeit auf den Mount Everest. Nach mehreren Anläufen und Tests gelang ihn der Aufstieg in weniger als einer halben Stunde von Lukla (2860m). Er verbrachte 3 Min. und 20 Sek. auf den Gipfel, davon zwei ohne Sauerstoffmaske, und flog anschliessend mit seinem Eurocopter AS350 B3 zurück zum Tenzing-Hillary Flughafen in Lukla.

2008 – Feuer auf dem Everest

Für die Olympischen Sommerspiele 2008 wurde die Olympische Fackel am 8. Mai 2018 von tibetischen und chinesischen Bergsteigern zum Gipfel gebracht. In dem Jahr sperrte die chinesische Regierung den Zugang zur tibetischen Seite und Nepal – man sagt, aufgrund grosszügiger finanzieller Hilfe – untersagte auch bis zum 10.Mai alle Besteigungen.

2017 – Schnelle Besteigungen Kilian Journet

Kilian Journet läuft vom Rongbuk-Kloster (Basislager, 5100m) zum ABC (6300m) und steigt dann weiter über die Normalroute zum Gipfel auf: Es braucht 26h rauf (38h bis Abstieg zum ABC). Anschiessend steigt er nochmals vom ABC in 17h zum Gipfel (28h30min mit Abstieg). Damit knackte er zwar nicht die Rekorde von 1986 (vollständiger Abstieg, andere Route) und 1996 (schneller), doch was für eine erstaunliche Leistung!

Es gibt noch eine Reihe anderer «Rekorde», hier eine kleine Auswahl:

Die meisten Besteigungen: Am 23. Mai 1996 steht Ang Rita Sherpa zum 10.mal auf dem Mount Everest – alle Besteigungen erfolgten ohne Flasche (9 von Süd, 1 von Nord) - es bleibt bis heute ein Rekord. Inzwischen sind fast alle Sherpas auch mit künstlichem Sauerstoff unterwegs. Am 11. Mai 2011 stand Apa (Lakpa Tenzing) Sherpa zum 21.mal auf dem Mount Everest. Inzwischen (Stand 04.02.2018) teilt er den Rekord mit Phurba Tashi und Shishir Bhattari.

Jüngste Besteiger: Malavath Purna (Indien) am 25. Mai 2014 ist das jüngste Mädchen, Jordan Romero am 22.Mai 2010 der jüngste Junge auf dem Gipfel des Mount Everest. Beide waren 13 Jahre alt.

Älteste Besteiger: Yūichirō Miura (Japan) wurde mit 80 Jahren bei seiner dritten Besteigung (2013) der älteste Mensch, der je auf dem Mount Everest stand. Gyanendra Shrestha, der mit einer Besteigung 2008 mit 76 Jahren, den Rekord hielt, starb bei einen erneuten Rekordversuch mit 85 Jahren. Die älteste Frau ist Tamae Watanabe (Japan), die am 19.Mai 2012 mit 73 Jahren ihren eigenen 10 Jahre alten Rekord einstellte.

Nun, man sieht: Es gibt viel Interesse und viele Interessen am Mount Everest. Jeder mag’ seine eigene Motivation für einen Besuch (Trekking) oder eine Besteigung (Expedition) haben. Für eine Expeditionsteilnahme siehe bitte die Teilnahmekriterien: Oben eine kurze Fassung und bei den jeweiligen Expeditionen "Everest Süd" und "Everest Nord" ausführlicher unter «Informationen» gelistet.